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Integrierte Verpackungslinien für komplexe Produktionsumgebungen

Sidel präsentiert auf der Interpack 2026 integrierte Verpackungs- und Robotiksysteme zur Steigerung von Effizienz und Flexibilität in der Lebensmittel-, Getränke- und Körperpflegeproduktion.

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Integrierte Verpackungslinien für komplexe Produktionsumgebungen

Sidel präsentiert auf der Interpack 2026 in Düsseldorf (7.–13. Mai) integrierte Verpackungs- und Automatisierungstechnologien. Das Unternehmen zeigt Anlagen und Linienlösungen, die darauf ausgelegt sind, der zunehmenden Verpackungskomplexität in der Lebensmittel-, Getränke-, Haushalts- und Körperpflegeproduktion zu begegnen.

Umgang mit wachsender Komplexität moderner Verpackungslinien
Hersteller in den Bereichen Lebensmittel, Getränke sowie Haushalts- und Körperpflegeprodukte sehen sich mit steigender Produktionskomplexität konfrontiert. Gründe dafür sind eine größere Vielfalt an Verpackungsformaten, kürzere Produktionszyklen und steigende Anforderungen an Effizienz und Flexibilität.

Integrierte Verpackungslinien spielen dabei eine zentrale Rolle, um Produktivität aufrechtzuerhalten und gleichzeitig schnelle Formatwechsel zu ermöglichen.

Auf der Interpack 2026 stellt Sidel schlüsselfertige Komplettanlagen vor, die Maschinen, Automatisierung und Service in einer integrierten Produktionsumgebung zusammenführen. Diese Systeme werden entwickelt, installiert und während ihres gesamten Lebenszyklus betreut, um die Linienleistung zu optimieren und Produktionsstillstände zu minimieren.

Das Unternehmen verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Komplettanlagen für Getränkehersteller und hat diesen Ansatz inzwischen auch auf weitere Branchen ausgeweitet, darunter Speiseöle, Saucen und Dressings sowie Haushalts- und Körperpflegeprodukte. In diesen Märkten steigt der Bedarf an Verpackungslinien, die unterschiedliche Behältermaterialien und -formate effizient verarbeiten können.

Nach Angaben von Sidel ermöglicht das integrierte Anlagendesign eine bessere Koordination zwischen Anlagenmanagern, Bedienern und Wartungsteams. Durch die Kombination von Maschinenengineering, Projektmanagement und digitalen Überwachungssystemen sollen Anlagenverfügbarkeit und operative Effizienz verbessert werden.

Robotergestützte Gruppiersysteme für Kartonverpackungen
Eine der auf der Messe präsentierten Technologien ist das System Cermex RoboSELEX, eine robotergestützte Gruppierlösung für Kartonverpackungsprozesse. Das System unterstützt einen kontinuierlichen Produktfluss und ist für die Verarbeitung leichter Behälterformate ausgelegt, wie sie häufig in der Lebensmittel- und Körperpflegeindustrie eingesetzt werden.

Die Anlage kann bis zu 320 Produkte pro Minute verarbeiten und gewährleistet dabei einen kontinuierlichen Materialfluss ohne Produktstau. Die robotergestützte Handhabung ermöglicht flexible Gruppierungskonfigurationen für unterschiedliche Behälterformen und Chargengrößen.

RoboSELEX baut auf dem Gruppiersystem ProSelex auf, das auf der Interpack 2023 vorgestellt wurde. Die robotische Architektur erlaubt eine präzise Behälterhandhabung bei gleichzeitig schnellen Formatwechseln. Laut Hersteller können Änderungen der Gruppierung in etwa einer Minute durchgeführt werden, während ein Flaschenformatwechsel etwa zwei Minuten dauert.

Darüber hinaus wurde die mechanische Konstruktion vereinfacht, wodurch die Anzahl der Maschinenkomponenten reduziert wird. Diese Konstruktionsweise kann Installationszeiten verkürzen, Wartungsaufwand reduzieren und die Einführung neuer Verpackungsformate beschleunigen.

Automatisierung am Linienende und Palettierung
Sidel zeigt außerdem das Palettiersystem RoboAccess Pal S, das für automatisierte End-of-Line-Prozesse in kompakten Produktionsumgebungen entwickelt wurde.

Das System erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 11 Zyklen pro Minute und kann Nutzlasten von bis zu 25 Kilogramm handhaben. Eine neue Hubsäule ermöglicht Palettenhöhen von bis zu 2.200 mm.

Trotz dieser Leistungsfähigkeit ist die Anlage für Produktionsbereiche mit begrenzter Fläche ausgelegt. Der Palettierer kann auf einer Grundfläche von 12 m² für zwei Palettenstationen oder 8 m² für eine einzelne Station installiert werden und lässt sich dadurch auch in bestehende Produktionslinien integrieren.

Das System verfügt über eine Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) mit dem Softwarewerkzeug PalDesigner, das die Erstellung und Verwaltung von Palettiermustern ermöglicht. Bediener können Palettenlayouts ohne komplexe Programmierung konfigurieren oder anpassen.

Automatisierte Palettierlösungen werden zunehmend eingesetzt, um manuelle Palettierung zu ersetzen, die Prozesskonsistenz zu verbessern und arbeitsintensive Tätigkeiten zu reduzieren.

Aseptische Abfüllung und PET-Flaschenproduktion
Besucher des Messestands können außerdem weitere Technologien im Bereich aseptischer Abfüllung und PET-Flaschenherstellung kennenlernen.

Das System Aseptic Predis X4 ist Teil der aseptischen Verpackungslösungen von Sidel und für Getränkeproduktionen mit sterilen Abfüllbedingungen konzipiert. Aseptische Verpackungstechnologien werden häufig für Produkte wie Milchgetränke, Säfte oder pflanzenbasierte Getränke eingesetzt, bei denen mikrobiologische Sicherheit und Haltbarkeit entscheidend sind.

Darüber hinaus präsentiert Sidel EvoBLOW Laser, eine Blasformplattform für die Herstellung von PET-Flaschen. Das System zielt darauf ab, die Produktionseffizienz zu erhöhen und gleichzeitig Leichtgewichtskonzepte zu unterstützen, die Materialverbrauch und Energieeinsatz reduzieren.

Anwendungen in verschiedenen Konsumgüterindustrien
Die auf der Interpack 2026 vorgestellten Technologien richten sich an Hersteller in verschiedenen Konsumgütersegmenten, darunter:
  • alkoholische und alkoholfreie Getränke
  • Speiseöle
  • Saucen und Dressings
  • Haushaltsreiniger
  • Körperpflegeprodukte
Diese Branchen benötigen zunehmend flexible Verpackungssysteme, die unterschiedliche Verpackungsarten wie PET-Flaschen, Kartons, Tuben oder Beutel innerhalb einer Produktionslinie verarbeiten können.

Integrierte Automatisierung, robotergestützte Handhabung und kompakte End-of-Line-Systeme werden daher zu zentralen Elementen moderner Verpackungsanlagen, da Hersteller ihre Produktion effizient gestalten und gleichzeitig auf häufig wechselnde Produktportfolios reagieren müssen.

Edited by Sucithra Mani with AI assistance.

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