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Bisphenolfreier Gleitlagerwerkstoff für Lebensmittelmaschinen
igus stellt iglidur A351 vor, einen BPA-freien Werkstoff zur Erfüllung neuer EU-Anforderungen in der Lebensmittelindustrie.
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Die igus präsentiert mit iglidur A351 einen neuen Gleitlagerwerkstoff, der auf die Anforderungen der EU-Verordnung 2024/3190 abgestimmt ist. Diese schreibt vor, dass ab Juli 2026 keine Komponenten mit Produktkontakt mehr Bisphenol-A enthalten dürfen. Für bestehende Maschinen gilt eine Übergangsfrist bis Januar 2028. Der Werkstoff wurde entwickelt, um Konstrukteuren eine Umstellung ohne konstruktive Anpassungen oder Leistungseinbußen zu ermöglichen.
Materiallösung für regulatorische Anforderungen
iglidur A351 ist frei von Bisphenol-A und Bisphenol-S und erfüllt gleichzeitig relevante Anforderungen für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie, einschließlich FDA-Konformität. Der Werkstoff eignet sich für Bauteile mit direktem Produktkontakt, etwa Gleitlager in Förderanlagen, Zahnräder in Verpackungsmaschinen oder Führungselemente in Abfüllsystemen.
Das Material ist in verschiedenen Verarbeitungsformen verfügbar, darunter als Granulat für den Spritzguss, als Halbzeug für CNC-Bearbeitung sowie als Filament für den 3D-Druck, wodurch eine flexible Integration in unterschiedliche Fertigungsprozesse möglich ist.
Mechanische Eigenschaften und Einsatzbereiche
Mit einer Dichte von etwa 1,42 g/cm³ kombiniert iglidur A351 geringes Gewicht mit hoher mechanischer Stabilität. Die Druckfestigkeit von rund 78 MPa ermöglicht den Einsatz unter erhöhten Flächenpressungen, wie sie in industriellen Anwendungen typisch sind.
Die geringe Feuchtigkeitsaufnahme von etwa 0,6 % trägt zur Maßhaltigkeit und Funktionssicherheit bei, auch unter feuchten Produktionsbedingungen. Der Werkstoff ist für Dauertemperaturen von -100 °C bis +180 °C ausgelegt und eignet sich damit sowohl für thermisch anspruchsvolle Prozesse als auch für intensive Reinigungszyklen.
Wartungsarme Funktion durch integrierte Schmierung
Wie andere Materialien der iglidur-Familie enthält auch iglidur A351 integrierte Festschmierstoffe. Diese ermöglichen einen wartungsarmen Trockenlauf ohne externe Schmiermittel und tragen zu hygienischen Betriebsbedingungen bei.
Der Verzicht auf zusätzliche Schmierstoffe reduziert Wartungsaufwand und potenzielle Kontaminationsrisiken, während gleichzeitig die Anlagenverfügbarkeit erhöht wird.
Produktsicherheit und Detektierbarkeit
Die blaue Farbgebung des Materials verbessert die optische Detektierbarkeit in der Lebensmittelproduktion, wodurch Fremdkörper leichter identifiziert werden können. Dies unterstützt Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Produktsicherheit.
Validierung und industrielle Relevanz
Der Werkstoff wurde im firmeneigenen Testlabor von igus unter praxisnahen Bedingungen geprüft. Mit iglidur A351 adressiert das Unternehmen die wachsenden regulatorischen Anforderungen und bietet eine technisch belastbare Alternative für Anwendungen in der Lebensmittelverarbeitung.
Die Entwicklung zeigt, wie Materialinnovationen dazu beitragen, regulatorische Vorgaben umzusetzen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit industrieller Anlagen innerhalb einer zunehmend regulierten und datengetriebenen Produktionsumgebung zu sichern.
Bearbeitet von Maria Brueva, Redakteurin bei Induportals – mit Unterstützung von KI angepasst.
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