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08
'26
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Integration von Hochgeschwindigkeits-Delta-Robotik für kontinuierliches Rotary Tracking
Lenze und beteiligte Maschinenbauer integrieren modulare Software-Templates und servogetriebene Rotationsachsen, um mechanische Stoppzyklen in Pick-and-Place-Anwendungen zu eliminieren.
www.lenze.com

Die Kooperation konzentriert sich auf den Einsatz von Inline-Robotik in Verpackungs- und industriellen Automatisierungslinien. Durch den Einsatz synchronisierter Bewegungssteuerung ermöglicht das System eine kontinuierliche Produkthandhabung auf Rotationstischen und adressiert damit Durchsatzengpässe in Hochgeschwindigkeits-Fertigungsumgebungen.
Operativer Kontext und technische Herausforderung
In traditionellen Pick-and-Place-Operationen treten häufig Zyklusunterbrechungen auf, wenn der mechanische Vorschub gestoppt werden muss, um den Robotereingriff zu ermöglichen. Diese „Stop-and-Go“-Logik erhöht den Verschleiß mechanischer Komponenten und begrenzt den Gesamtdurchsatz der Linie. Lenze fungiert als Antriebs- und Automatisierungsspezialist und liefert die Steuerungsarchitektur sowie das Software-Framework, um die Roboterkineamtik mit der kontinuierlichen mechanischen Bewegung zu synchronisieren. Maschinenbauer integrieren diese Komponenten zu Systemen, in denen der Roboter und die Produktionslinie als eine synchronisierte Einheit operieren.
Rotary Tracking und Echtzeit-Synchronisation
Die technische Lösung basiert auf dem Rotary Tracking, einem Motion-Control-Konzept, bei dem der Roboter sein Koordinatensystem rechnerisch an die Bewegung des Rotationstisches anpasst.
- Datenerfassung: Hochpräzise Encoder und Servorantriebe erfassen Positions-, Geschwindigkeits- und Beschleunigungsdaten der rotierenden Achsen.
- Verarbeitung: Die zentrale Steuerung verarbeitet diese Daten in Echtzeit, um dynamische Zielbahnen zu berechnen.
- Ausführung: Der Delta-Roboter klinkt sich virtuell in die Rotation ein und führt Pick-and-Place-Aufgaben aus, ohne den Vorschubmechanismus zu verzögern.
Diese Integration stützt sich auf das Lenze FAST Robotics Template, ein modulares Software-Toolkit auf Basis von PLCopen-Standards. Durch die Verwendung vordefinierter Technologiemodule können Ingenieure Roboterbewegungen parametrieren statt individuellen Code zu schreiben, was die Komplexität bei der Integration verschiedener Kinematiken wie Delta-, SCARA- oder Portalsystemen reduziert.
Implementierung und digitale Infrastruktur
Der Implementierungsprozess nutzt einen digitalen Zwilling, um eine virtuelle Inbetriebnahme durchzuführen. Dies ermöglicht das Testen von Bewegungsabläufen und die Optimierung von Kollisionsvermeidungsprotokollen bereits vor der physischen Montage. Die Systemarchitektur ist auf die Anforderungen moderner digitaler Infrastruktur ausgelegt und hostet Motion, Logik und Robotik auf einer einzigen Steuerungsplattform. Dies macht separate Robotersteuerungen oder zusätzliche Programmierumgebungen überflüssig und reduziert den Platzbedarf im Schaltschrank sowie Systembrüche.
Industrielle Anwendungen und Auswirkungen
Die Lösung wird auf der Interpack 2026 (Düsseldorf, Halle 6, Stand D50) vom 7. bis 13. Mai 2026 präsentiert. Zielbranchen sind die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die Pharmazie sowie die Konsumgüterverpackung.
Durch den Übergang von programmierter zu parametrierter Robotik erreichen Maschinenbauer:
Implementierung und digitale Infrastruktur
Der Implementierungsprozess nutzt einen digitalen Zwilling, um eine virtuelle Inbetriebnahme durchzuführen. Dies ermöglicht das Testen von Bewegungsabläufen und die Optimierung von Kollisionsvermeidungsprotokollen bereits vor der physischen Montage. Die Systemarchitektur ist auf die Anforderungen moderner digitaler Infrastruktur ausgelegt und hostet Motion, Logik und Robotik auf einer einzigen Steuerungsplattform. Dies macht separate Robotersteuerungen oder zusätzliche Programmierumgebungen überflüssig und reduziert den Platzbedarf im Schaltschrank sowie Systembrüche.
Industrielle Anwendungen und Auswirkungen
Die Lösung wird auf der Interpack 2026 (Düsseldorf, Halle 6, Stand D50) vom 7. bis 13. Mai 2026 präsentiert. Zielbranchen sind die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die Pharmazie sowie die Konsumgüterverpackung.
Durch den Übergang von programmierter zu parametrierter Robotik erreichen Maschinenbauer:
- Reduzierter Engineering-Aufwand: Die Standardisierung durch PLCopen gewährleistet herstellerunabhängige Kompatibilität.
- Erhöhte Stabilität: Kontinuierliche Bewegungen reduzieren die mechanische Belastung, die durch abruptes Abbremsen und Beschleunigen entsteht.
- Höherer Durchsatz: Die Eliminierung von Stillstandszeiten erhöht direkt die Taktzahl (Units-per-Minute) der Verpackungslinie.
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