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Hybride Transportarchitektur für pharmazeutische Verpackungslinien
Körber integriert Track-Technologie von B&R in die SPE6-P2-Linie, um flexible Formatierung mit wirtschaftlichem Verpackungshandling zu kombinieren.
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Anwendungsbereich: Primär- und Sekundärverpackung
Industriezweig: Verpackungsmaschinen für Pharma und Nutrazeutika
Körber entwickelt Verarbeitungs- und Verpackungsanlagen für den internationalen Pharma- und Nutrazeutika-Sektor zur Verarbeitung von Einzeldosis-Produkten wie Granulaten, Pulvern, Flüssigkeiten und Pasten. In pharmazeutischen Verpackungslinien stellen Produktvielfalt, häufige Rezepturwechsel und variierende Stickpack-Dimensionen erhebliche betriebliche Engpässe dar. Herkömmliche mechanische Transportsysteme mit festen Taktungen schränken die Anpassungsfähigkeit ein, erfordern zahlreiche dedizierte Formatteile und verlängern die Stillstandszeiten bei Rezepturwechseln.
Formatbeschränkungen mit hybrider Kinematik begegnen
Um die Einschränkungen starrer Geometrien zu überwinden, entwickelte Körber die Stickpack-Linie SPE6-P2, die das primäre Formen, Füllen und Verschließen sowie das sekundäre Kartonieren auf einer kompakten Stellfläche vereint. Anstatt ausschließlich auf eine mechanische Antriebskette oder durchgängig auf Magnetschwebetechnik entlang der gesamten Strecke zu setzen, nutzt die Maschine einen hybriden Transportansatz. Das Entwicklungsteam integrierte intelligente Track-Segmente des Typs ACOPOStrak von B&R parallel zu körpereigener mechanischer Fördertechnik – beides gesteuert über eine einheitliche Automatisierungsplattform.
Intelligente Shuttle-Steuerung und einheitliche Automatisierung
Innerhalb dieser Architektur übernehmen sieben ACOPOStrak-Segmente gezielte Bewegungsaufgaben, bei denen eine unabhängige Shuttle-Positionierung und dynamische Taktsynchronisation entscheidend sind. Parallel dazu übernehmen mechanische Antriebsmodule von Körber den unkritischen Zwischentransport sowie den Shuttle-Rücklauf, was die Hardwarekosten optimiert. Die Übergabe der Stickpacks an den integrierten Kartonierer erfolgt über eine Portalkinematik, die über B&R-ACOPOSmotor-Antriebe und die X20-Steuerungsplattform geregelt wird.
Ulf Leineke, Vice President Design Machinery bei Körber, betonte, dass konventionelle Track-Systeme durch starre Geometrien limitiert seien. Der gezielte Einsatz von ACOPOStrak dort, wo Positioniergenauigkeit gefordert ist, reduziere die Systemkomplexität, senke die Investitionskosten und schaffe Freiräume beim Maschinenlayout.

Durchsatzsteigerungen und werkzeuglose Umrüstvorgänge
Die resultierende Hybridmaschine erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 600 Stickpacks pro Minute bei unterschiedlichen Folien- und Beutelabmessungen. Systemanpassungen erfolgen primär über softwaredefinierte Profiländerungen statt über mechanische Formatwechsel, was Chargenwechselzeiten verkürzt und mechanische Verschleißteile eliminiert. Die Kombination aus gezielt platzierten Linearmotorelementen und Standard-Fördertechnik reduzierte den gesamten Platzbedarf der Maschine sowie die anfänglichen Investitionskosten, während die geforderte Positioniergenauigkeit über die gesamten Primär- und Sekundärverpackungsprozesse hinweg erhalten blieb.
Leineke erklärte, dass die Offenheit der Steuerungsplattform die Freiheit bot, interne Transportkonzepte mit linearer Track-Technologie, Mehrachs-Motion-Control und Kartonierrobotik in einer einzigen Architektur zu vereinen. Eine einheitliche Softwaresteuerung ermöglicht es dem Bedienpersonal, sämtliche Transportmodule über eine zentrale Schnittstelle in Betrieb zu nehmen, zu überwachen und zu diagnostizieren.
Redaktionell bearbeitet von Romila DSilva, Redakteurin bei Induportals, mit Unterstützung von KI.
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