Hochgeschwindigkeitscodierung für regelkonforme Verpackungslinien
Markem-Imaje stellt industrielle Codiersysteme zur Sicherstellung von Compliance und Durchsatz in der FMCG-Verpackung vor.
www.markem-imaje.com

FMCG-Hersteller in der EMEA-Region passen ihre Verpackungslinien an neue regulatorische und datenbezogene Anforderungen an, darunter die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) sowie der Digitale Produktpass (DPP). Markem-Imaje hat Hochgeschwindigkeits-Markier- und Codiertechnologien vorgestellt, die datenreiche 2D-Codes ermöglichen, ohne die Produktionseffizienz in einer digitalen Lieferkette zu beeinträchtigen.
Regulatorisch getriebener Übergang zu 2D-Codes
Der Übergang von klassischen 1D-Barcodes zu GS1 Digital Link-fähigen 2D-Codes beschleunigt sich, getrieben durch Initiativen wie GS1 Sunrise 2027 sowie regulatorische Rahmenwerke wie den DPP und den US Food Safety Modernization Act (FSMA). Diese Anforderungen erhöhen die Datenmenge und -granularität, die direkt auf Verpackungen integriert werden muss.
Dies erfordert Codiersysteme, die dynamische Datenstrukturen – einschließlich Chargenrückverfolgbarkeit, Serialisierung und Lebenszyklusinformationen verarbeiten können, ohne die Liniengeschwindigkeit zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund präsentierte Markem-Imaje auf der interpack 2026 (7.–13. Mai, Düsseldorf) End-to-End-Lösungen für Identifikation und Rückverfolgbarkeit mit Fokus auf Integration entlang datengetriebener Lieferkettenarchitekturen.
Hochgeschwindigkeitsdruck und Verifikation
Eine zentrale technische Herausforderung in der FMCG-Produktion ist das Drucken und Verifizieren komplexer 2D-Codes bei industriellen Geschwindigkeiten. Markem-Imaje gibt an, dass seine Systeme das Drucken und Prüfen dynamischer 2D-Codes mit Geschwindigkeiten von bis zu 100.000 Einheiten pro Stunde ermöglichen, abhängig von Substrat und Linienkonfiguration.
Das Continuous-Inkjet-System 9712 Bi-Jet ist für mittel- bis hochbelastete Produktionslinien ausgelegt und erreicht bis zu die doppelte Durchsatz- bzw. Druckleistung im Vergleich zu Vorgängergenerationen. Dies wird durch eine Dual-Jet-Architektur ermöglicht, die parallele Tintenstrahlen und eine höhere Markierdichte erlaubt, ohne die Codequalität zu beeinträchtigen.
Ergänzend ermöglicht die Super-Piezo-Inkjet-Technologie (SPI) hochauflösenden Druck auf flachen und gekrümmten Oberflächen bei Liniengeschwindigkeiten von bis zu 120 m/min. Integrierte Bildverarbeitungssysteme gewährleisten eine Echtzeit-Qualitätskontrolle, reduzieren Nacharbeit und sichern die Einhaltung von GS1-Standards.
Etikettenfreie Verpackung und Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitsanforderungen im Rahmen der PPWR beeinflussen zunehmend das Verpackungsdesign, insbesondere hinsichtlich Recyclingfähigkeit und Materialreduktion. Direktdruck auf Verpackungen gewinnt daher an Bedeutung.
Die Touch-Dry-Technologie von Markem-Imaje ermöglicht den Direktdruck von Barcodes, Texten und Grafiken auf Kartonverpackungen mit wachsbasierter, lösungsmittelfreier Tinte ohne flüchtige organische Verbindungen (VOC). Dies reduziert die Materialkomplexität von Verpackungen und unterstützt Recyclingziele, während gleichzeitig die für die maschinelle Lesbarkeit erforderliche Druckqualität erhalten bleibt.
Softwareintegration und Rückverfolgbarkeit
Der steigende Bedarf an Transparenz entlang der Wertschöpfungskette erfordert eine enge Integration von Markierhardware und IT-Systemen. Die CoLOS-Softwareplattform von Markem-Imaje verbindet Codiersysteme mit ERP- und Produktionssystemen und ermöglicht eine zentrale Steuerung sowie Echtzeit-Datenaustausch.
Dies unterstützt Serialisierungs- und Aggregationsprozesse und ermöglicht die Rückverfolgung von Produkten vom Einzelartikel bis zur Palette. Gleichzeitig wird die Einhaltung von GS1 Digital Link-Standards durch konsistente Datenstrukturen in verteilten Produktionsumgebungen gewährleistet.
Produktionseffizienz unter operativen Zwängen
Fachkräftemangel und steigende Kosten treiben die Automatisierung und Vereinfachung von Verpackungsprozessen voran. Thermotransferdrucker (TTO) werden insbesondere für flexible Verpackungen eingesetzt und ermöglichen schnelle Formatwechsel bei reduziertem manuellen Aufwand.
Laserbasierte Codiersysteme, einschließlich UV-Laser, kommen in Hochgeschwindigkeitsanwendungen zum Einsatz, bei denen dauerhafte Markierungen mit minimaler thermischer Belastung erforderlich sind. Diese Systeme unterstützen einen kontinuierlichen Betrieb mit geringem Wartungsaufwand und tragen zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE) bei.
Erweiterte Funktionen vernetzter Verpackung
Neben Compliance und Rückverfolgbarkeit ermöglichen 2D-Codes neue Formen der Verbraucherinteraktion. GS1 Digital Link-Codes fungieren als Schnittstelle zwischen physischen Produkten und digitalen Informationen und bieten Zugang zu Produktdaten, Authentifizierungsinformationen und Nachhaltigkeitsnachweisen.
Damit wird Verpackung zu einer interaktiven Schnittstelle innerhalb der digitalen Lieferkette. Ein einzelner Code kann mehrere Akteure bedienen – von Händlern bei der Bestandsverwaltung bis hin zu Verbrauchern bei der Herkunftsprüfung.
Industrieller Kontext
Die Kombination aus regulatorischen Anforderungen, Hochgeschwindigkeitsproduktion und datengetriebenen Prozessen verändert die Anforderungen an Kennzeichnungs- und Codiersysteme in der FMCG-Industrie grundlegend. Integrierte Lösungen, die Hardwareleistung, Softwareintegration und Standardkonformität vereinen, sind entscheidend, um Durchsatz und Compliance gleichzeitig sicherzustellen.
Das Portfolio von Markem-Imaje spiegelt diesen Wandel wider und adressiert die Anforderungen moderner Produktionsumgebungen durch leistungsfähige, integrierte Systeme für Effizienz und durchgängige Rückverfolgbarkeit.
Bearbeitet von der Industriejournalistin Sucithra Mani mit Unterstützung von KI.
www.markem-imaje.com
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