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Gemeinsame Energieinfrastruktur für die Lebensmittelproduktion

SmartParc und GEA haben ein zentrales Heiz- und Kühlsystem implementiert, das Energieeffizienz und Dekarbonisierung in mehreren Lebensmittelproduktionsbetrieben unterstützt.

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Gemeinsame Energieinfrastruktur für die Lebensmittelproduktion

SmartParc, ein Lebensmittelproduktionspark in Derby im Vereinigten Königreich, hat gemeinsam mit GEA eine zentrale Energieinfrastruktur entwickelt und in Betrieb genommen, die mehrere Lebensmittelhersteller über ein gemeinsames Heiz- und Kühlnetz versorgt. Das Projekt zeigt, wie integriertes Energiemanagement und industrielle Infrastruktur den Energieverbrauch senken und gleichzeitig langfristige Nachhaltigkeitsziele in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie unterstützen können.

Industrielle Anwendungen und betriebliche Herausforderungen
Lebensmittelproduktionsanlagen benötigen erhebliche Mengen an Wärme- und Kälteenergie für Verarbeitungs-, Lager- und Produktionsprozesse. In konventionellen Anlagen wird überschüssige Wärme aus Kälteprozessen häufig ungenutzt an die Umgebung abgegeben, was zu Energieverlusten und höheren Betriebskosten führt.

SmartParc wurde als moderner Lebensmittelproduktionsstandort konzipiert, an dem mehrere Unternehmen gemeinsame Infrastruktur- und Versorgungsdienste nutzen. Ziel ist es, Ressourcen effizienter einzusetzen, redundante Anlagen zu vermeiden und die Wirtschaftlichkeit industrieller Prozesse zu verbessern.

Nach Angaben von SmartParc profitieren die ansässigen Unternehmen von gemeinsam genutzten Einrichtungen sowie von einem zentralen Energiesystem, das rückgewonnene Energie standortübergreifend bereitstellt.

Zentrales Energiesystem und technische Architektur
Kernstück des Projekts ist ein Fernwärme- und Fernkältenetz, das in Zusammenarbeit mit GEA entwickelt wurde. Das System erfasst Abwärme aus industriellen Kälteprozessen, erhöht deren Temperaturniveau mithilfe industrieller Wärmepumpentechnologie und verteilt die Energie über ein mehr als 11 Kilometer langes Leitungsnetz innerhalb des Produktionsparks. Eine zentrale Komponente der Anlage ist ein ammoniakbasiertes Wärmepumpensystem, das gleichzeitig Kälte und Wärme erzeugen kann. Die zurückgewonnene Energie steht allen angeschlossenen Unternehmen zur Verfügung, unabhängig davon, wo sie ursprünglich entstanden ist.

Laut John Burden, Director Project Sales Heating and Refrigeration Solutions bei GEA UK: „Anstatt Wärme an die Umwelt abzugeben, haben wir ein System entwickelt, das diese zurückgewinnt, über eine Ammoniak-Wärmepumpe aufwertet und an alle Nutzer im Park verteilen kann.“

Energieeffizienz und Ressourcennutzung
Das Energiezentrum liefert derzeit rund 5 MW Kälteleistung und 2,5 MW Heizleistung. Die Infrastruktur wurde für zukünftige Erweiterungen ausgelegt; die verfügbare Kapazität soll mit dem Einzug weiterer Unternehmen mehr als verdoppelt werden. Das System kann bereits bei einer Auslastung von nur 5 % seiner Nennleistung effizient betrieben werden und passt sich damit flexibel an saisonale Schwankungen des Energiebedarfs an.

Nach Angaben von SmartParc ermöglicht das geschlossene Energiesystem eine nahezu vollständige Nutzung der zurückgewonnenen Wärme. Für jede eingesetzte Kilowattstunde elektrischer Energie werden etwa 3 kW Kälte und 4 kW Wärme erzeugt, was die Gesamtenergieeffizienz gegenüber konventionellen Einzelanlagen deutlich erhöht.

Natürliche Kältemittel und Dekarbonisierung
Die Anlage nutzt Ammoniak als natürliches Kältemittel. Ammoniak verfügt über sehr gute thermodynamische Eigenschaften und ermöglicht eine energieeffiziente Wärme- und Kälteerzeugung ohne die Umweltauswirkungen vieler synthetischer Kältemittel.

Das Projekt unterstützt das Ziel von SmartParc, bis 2030 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, und hilft den ansässigen Unternehmen, ihren Energieverbrauch sowie ihre Energiekosten um bis zu 30 % zu senken.

Skalierbares Modell für nachhaltige Produktion
Nach zwei Jahren Betrieb hat das zentrale Energiezentrum messbare Reduzierungen bei Energieverbrauch, Emissionen und Betriebskosten erzielt. Das Projekt zeigt, wie gemeinsame Infrastruktur, moderne Wärmepumpentechnologie und integriertes Energiemanagement zur Dekarbonisierung industrieller Produktionsstandorte beitragen können.

Angesichts steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit bietet das SmartParc-Modell ein praxisnahes Beispiel dafür, wie gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und Ressourcen die Effizienz in der Lebensmittelindustrie verbessern kann.

Bearbeitet von Maria Brueva, Induportals-Redakteurin – adaptiert mit KI.

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